Visionen Stadt Krise

Hurra – es ist ein Programmbeirat!

De Bauhütte Kreuzberg hat seit Dezember 2020 einen Programmbeirat. Unter dem Titel „Visionen Stadt Krise“ tagte das Gremium in den letzten Monaten in wöchentlichen Zoomkonferenzen, digitalen Wochenend-Klausuren und individuellen sowie Kleingruppen-Arbeitsphasen. Ziel war es, Formate und Inhalte für ein Jahresprogramm zu entwickeln, das die standortspezifische Bürger*innenbeteiligung unter Pandemiebedingungen sicherstellt. Darüber hinaus konstituierte sich mit dem Programmbeirat ein Gremium, das auch in Zukunft die Arbeit der Bauhütte Kreuzberg prägen soll.

Aus der Krise eine Chance machen – Bauhütte neu denken

So ließ sich eine aufgrund der Corona-Beschränkungen entstandene Lücke schließen: War das Projekt bislang auf die – häufig spontane – Bürger*innenbeteiligung im physischen Raum ausgerichtet, verlangte die Krise die völlige Neuausrichtung aller Programmbausteine in Abstimmung mit den geltenden Hygiene- bzw. sich konjunkturell verschärfenden Abstandsregeln. Dies legte hybride sowie rein digitale Formate nahe – Formate also, die in der Arbeitspraxis vor der Pandemie keine Rolle gespielt hatten. Mit dem Programmbeirat entstand ein Gremium, das diverse Kompetenzen zusammenführte, um ortsangepasst zu reagieren.

So gelang es uns, aus der Krise eine Chance zu machen. Es entstanden Programm- und Projektideen, die das Profil und die Reichweite des Vereins nachhaltig stärken werden. Erste Drittmittel-Anträge, die aus der Ideenwerkstatt hervorgingen, sind bereits genehmigt (z.B. ein Projekt zu Zukunftsvisionen für den Mehringplatz, gefördert vom Fonds Soziokultur). Bei anderen steht eine Zusage noch aus.

Darüber hinaus erwies sich der institutionalisierte Austausch über die Stärken und Schwächen der Bauhütte als hilfreiche Instanz, die Blicke über den Tellerrand ermöglichte und so eine qualitative Aufwertung des Programmzuschnitts anstieß.

Für 2021 hat der Programmbeirat drei Schwerpunkte gesetzt:

Fokus 1: „Kampf um Räume“

Im Themenkomplex 1 (Fokus: berlinweit) bereiten wir eine Salonreihe zum Thema „Kampf um Räume“ in Berlin vor, in der die zentralen Akteur*innen zusammenkommen und Strategien für eine gemeinwohlorientierte Stadt austauschen. Die Reihe soll im Juli 2021 beginnen. Um sie auch unter Pandemiebeschränkungen durchführen zu können, wird sie – mit oder ohne Gäste – gefilmt und auf einem Vlog auf der Website gepostet.

Fokus 2: „mehr_platz“ in der Südlichen Friedrichsstadt

Im Themenkomplex 2 (Fokus Südliche Friedrichstadt) erarbeitete der Programmbeirat eine Reihe von Beteiligungsprojekten, von denen zwei größere bei entsprechenden Ausschreibungen eingereicht wurden. Das erste (bereits genehmigte) trägt den Titel „mehr_platz“ und soll Visionen der Anwohner*innen am Mehringplatz sammeln. Aufgrund seiner Sensibilität für die oft unterrepräsentierte migrantische Anwohner*innenschaft spricht der Untertitel von „postmigrantischen“ Perspektiven. Gearbeitet werden soll, zusammen mit der Performance-Gruppe Little Black Fish Collective, von einem Leerstand am Mehringplatz aus. Um die Ergebnisse der Politik zugänglich zu machen und eine Verbindung zwischen Mehringplatz und Bauhütte herzustellen, werden sie in einem postmigrantischen Pop-Up-Museum auf der Frieda Süd ausgestellt.

Fokus 3: Gemeinwohl, Community Organizing und die Zukunft des Grundstücks

Für diesen Punkt wurde ein größeres soziokulturelles Projekt mit diversen Künstler*innen und Akteur*innen der Frieda Süd eingereicht, sobald wir mehr wissen, geben wir Details dazu bekannt.

Wie geht’s weiter?

Es wird also viel passieren dieses Jahr! Das Gremium wird weiterhin regelmäßig tagen und  auf die geschaffenen Strukturen zurückgreifen. Wenn du dich für die Arbeit des Programmbeirats interessierst, abonniere am besten gleich unseren Newsletter für regelmäßige Updates. Oder schreib uns eine Email an welcome@bauhuette.de. Wir freuen uns auf deine Nachricht!